Als Regattacrew auf J-418 bei der Max Oertz Regatta 2013 dabei

Es begann mit häufigen Erzählungen im letzten Jahr von Malte Sulkiewicz, dass er mehrmals im Jahr auf einem Folke Junior, die Nr. J412, mit seinem Vater in Norddeutschland zum Regattasegeln ist. Er nahm immer mal wieder andere Segler aus Münster mit. In diesem Frühjahr fragte ich Malte, ob es wieder freie Plätze zum Mitsegeln gibt. Er gab mir die E-Mail-Adressen von Sven J405 und Torben J418, die noch Mitsegler suchten. Ich habe beide angeschrieben und Torben antwortete (Verner V J430 als Dolmetscher) sofort und bot meiner Freundin Bine und mir einen Platz auf seinem Junior an.
Bei dem gemeinsamen Frühstück am Freitag morgen lernten wir dann Verner V, Torben und die weiteren Juniorsegler kennen. Schnell stellte sich heraus, dass dies eine sehr nette Gruppe ist, und wir uns herzlich Willkommen fühlten. Leichte Sprachbarrieren ließen das Kennenlernen anfangs nur langsam zu. Als wir dann aber um 11:00 Uhr mit Torben ablegten, kamen wir immer mehr, dank der englischen Sprache, ins Gespräch. Die Atmosphäre lockerte sich immer mehr und wir hatten uns viel zu erzählen. Bis zur Startlinie hatten wir also nicht nur seglerische Taktiken geklärt, sondern auch schon viel mit einander gelacht. Der erste Start war super, wir sind mit Backbord ohne Wegerecht mit Höchstgeschwindigkeit genau zum Signal über die Linie gesegelt. Ich dachte zuerst, das gibt einen Frühstart, aber es passte genau, somit hatten wir den direktesten Weg zur 1. Tonne und konnten den 1. Platz vom Start bis ins Ziel segeln. Nun war warten angesagt, bis die anderen Gruppen im Ziel waren. Torben versprach uns, Sobald wir im nächsten Lauf im Ziel sind, gibt es ein Dosenbier, bevor wir zurück in den Hafen segeln würden.
Beim 2. Start machten die Steuerbordsegler uns einen Strich durch die Rechnung. So mussten wir wenden, es gab einen kleinen Zusammenstoß und unser Start war nicht ganz so gut. (So dachte ich.) Torben jedoch, war die Ruhe selbst und nach einer Wende waren wir wieder weit vorne. Bereits an der 1. Tonne hatten wir uns den 1. Platz wieder erkämpft. und somit am Freitag 2 Siege ersegelt. Im Hafen angekommen begab man sich zum Netzplatz, um den gemütlichen Teil des Abends einzuläuten. Bei einem Bier kamen die Juniorsegler deutsch und dänisch zusammen und uns wurde deutlich, wie gut sich alle untereinander kennen und respektieren. Vor dem Spargelessen gab es die Siegerehrung, die für die Juniorsegler auf dänisch verkündet wurde.
Die Organisation und das Essen waren super und nicht allzu spät gingen wir ins Bett, um für die Max- Oertz-Regatta ausgeschlafen zu sein. Morgens traf man sich erst wieder zum gemeinsamen Frühstück um sich zu stärken. Die Steuermannsbesprechung war auch schnell erledigt und so ging es wieder gegen 11:00 Uhr aufs Wasser. Bine segelte und Torben saß auf dem Vorschiff und beobachtete die Segel. Der Wind war leichter als Freitag und Torben trimmte das Rigg ein wenig nach. Den Start planten wir diesmal über Steuerbord, wie die meisten anderen auch. Leider kam kurz vor dem Startsignal eine größere Yacht, die uns komplett abdeckte und ausbremste. So starteten wir ziemlich weit hinten. Bis zur 1.Tonne waren wir auf Platz 3 und kämpften auf dem Vor Wind Kurs hart darum aufzuholen. Bis zur 3. Tonne schenkte sich aber keiner auch nur einen Meter und so blieben die Plätze gleich. Auf der letzten Kreuz holten wir aber durch Super- Gewichtstrimm und taktisches Steuern auf und gingen fast zeitgleich mit den ersten beiden Junioren um die Luv-Tonne. An der Lee-Tonne waren wir vorne und hatten direkt hinter uns 3 weitere Juniore. Die Nervosität stieg, aber Torben kreuzte ganz in Ruhe sehr konzentriert in Richtung Ziel. Kurz vorher kam uns allerdings wieder eine große Yacht vor den Bug. Sie deckte uns wieder ab und wir verloren wertvolle Meter. Direkt hinter uns waren Lars und Jens. Wenige Meter später wurden wir abgehupt und es war klar, wir waren auf dem ersten Platz! Große Freude und Siegerjubel war bestimmt auch auf den anderen Booten zu hören. Ich durfte Torben ablösen und mit dem Junior in den Hafen kreuzen. Wir freuten uns, wieder auf dem 1. Platz gelandet zu sein.
Am Kran angekommen, half jeder jedem und so war in kürzester Zeit kein Junior mehr im Wasser. Abends zur Siegerehrung waren dann einige erstaunt, das auf dem Siegerjunior unter dänischer Flagge doch auch 2 deutsche Segler waren. Nach der Siegerehrung schenkte Torben uns den Pokal und sagte, er würde im nächsten Jahr, falls er keinen dänischen Mitsegler hätte, uns gerne wieder an Bord haben. Wir gingen zusammen essen und feierten später bei guter Livemusik und Tanz dieses Superwochenende. Wir denken, das sich auf dieser Regatta viele neue Freundschaften ergeben haben und das wir nicht das letzte Mal auf einem dänischen Junior oder bei unserem Supperskipper Torben mitgesegelt sind.
Viele Grüße aus Deutschland
Bine und Christoph

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