Die Max Oertz-Regatta 2013

MOR2013-1WendyZur diesjährigen Max Oertz-Regatta in Neustadt an der Lübecker Bucht hatten 9 Juniorboote gemeldet. An den Start gingen schließlich 8 Boote, darunter als einziges Holzboot die 1935 (!) gebaute „Windspiel“ vom Baldeneysee, da die in Neustadt wohlbekannte „Seepferdchen“ unter ihrem neuen Eigner wohl auch wegen der kalten Frühjahrswitterung nicht rechtzeitig mit den Überholungsarbeiten fertig wurde. 4 dänische und 4 deutsche Boote bildeten ein zahlenmäßiges Gleichgewicht, was sich aber in den Ergebnissen nicht widerspiegelte. Doch davon später. Wie immer in Neustadt erfolgte das Kranen am Donnerstag problemlos, und mit Hilfe aller waren die Boote schnell aufgetakelt. Der Hafen selbst bietet ein herrliches Bild, als Handelshafen mit hoher Pier ist er für kleine Boote jedoch eine Herausforderung. Man ist auf die wenigen Leitern und/oder den Dialog mit den größeren Pötten angewiesen. So wurde wieder der Ruf nach einem Ponton laut. Mal sehen, was 2014 möglich ist.

Nach der obligatorischen Steuermannsbesprechung ging es dann am Freitag auf die Bahn, um 2 Up and Down-Wettfahrten zu segeln. Wir erlebten einen herrlichen Segeltag mit strahlendem Sonnenschein und etwa 4 Beaufort, in Böen mögen es auch mal 5 gewesen sein, aus nördlicher Richtung. Wegen der ablandigen Richtung entstand keine Welle, also ideale Bedingungen für unsere Juniorboote.

Die Bahn war recht kurz, und zwischen den Wettfahrten musste man halt auf die anderen Boote warten, die einen längeren Kurs abzusegeln hatten.

Am Abend fanden sich alle zum gemeinsamen Spargelessen im Festzelt auf dem Netzplatz der Fischer ein. Meister Miera hatte alles bestens arrangiert. Jeder Tisch musste einen mit einer Schürze uniformierten Kellner stellen. Es wurde ein gelungener Abend, bei dem alle auf ihre Kosten kamen.

Zur eigentlichen längeren Max Oertz-Regatta starteten wir am Sonnabend, auch wieder nach einer Steuermannsbesprechung mit einem Grußwort eines Vertreters der Stadt. Wir segelten den klassischen Kurs mit einem Dreieck und abschließendem „Fahrstuhl“. Der Wind wehte aus der gleichen Richtung, hatte aber etwas abgeflaut. T-Shirt-Segeln bei strahlendem Sonnenschein war angesagt. Verhältnisse, die wir in diesem Frühjahr noch gar nicht kannten.

Wiederum in Gemeinschaftsarbeit waren die Boote danach schnell verladen, und bis zur Preisverteilung konnten wir uns den kulinarischen Genüssen, wie z. B. dem speziellen Max Oertz-Wein hingeben. Leider gab es in diesem Jahr nicht die beliebten gebratenen Heringsfilets der Fischer.

Die Ergebnisse bei unseren Juniorbooten sind schnell geschildert. Alle Preise gingen an unsere dänischen Freunde, stets in der Reihenfolge „Hvorfor det?“ vor der „Lykke“ und der „Fru Jensen“. Insbesondere die „Hvorfor det?“ scheint in einer anderen Liga zu segeln. Die detaillierten Ergebnisse sind unter www-max-oertz-regatta.de nachzulesen.

Am Sonntag stand vor der Abreise das 3. und letzte gemeinsame Frühstück auf dem Programm. Es ist im wahrlich sehr moderaten Meldegeld enthalten, und man kann es gar nicht genug loben. Einfach nur Klasse und wirklich liebevoll angerichtet.

Danach ging es für die größeren Boote über See in ihre Heimathäfen und für die Juniorboote auf die Autobahn. Es hatte sich stark abgekühlt und war recht stürmisch. Die beiden schönen Segeltage konnte uns aber keiner mehr nehmen.

Zusammenfassend war es wie in all den Jahren zuvor wieder ein gelungenes Wochenende in Neustadt. Unser aufrichtiger Dank gilt dem engagierten Team.

 

                                                                                                                                      Hartwig Sulkiewicz

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