Juniorboote bei den Hamburg Summer Classics

Am Wochenende 09./10. August veranstaltete der Hamburger Segelclub (HSC) zum 22. Mal diese Regatta für über 25 Jahre alte Holzboote, die auch zum Jahresprogramm des Freundeskreises Klassische Yachten gehört.

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63 Meldungen aus 23 verschiedenen Klassen waren letztlich eingegangen, darunter auch die beiden an der Alster beheimateten Juniorboote aus Holz. Die „Tuula“ ging mit ihrem Eigner Holger Nickelmann und Vorschoter Ulf Gerlach an den Start, während ich mir die „Blindtext“ von Gottfried Unterweger ausgeliehen hatte und das Vorschiff mit meinem Sohn Ole besetzte. Leider fand sich kein auswärtiges Boot unserer Klasse zu dieser wirklich tollen Veranstaltung ein, bei der man wie in jedem Jahr wahre bootsbauerische Schätze bewundern konnte.

Am Sonnabend war der Wind eigentlich ganz moderat, doch von Zeit zu Zeit fegten Böenwalzen mit ca. 7 Beaufort über „Hamburgs Perle“. Nach einigen Startverschiebungen hatte der Wettfahrtleiter kein Einsehen mehr und ließ das Feld nach dem Känguru-Verfahren auf die Bahn. Dabei wird die Dauer der Wettfahrt geschätzt, und die Boote starten entsprechend ihrer Yardstickzahl zeitversetzt. Doch nur etwa die Hälfte der Teilnehmer ging ob der Windverhältnisse an den Start. Auch ich blieb mit einem geliehenen Boot lieber im geschützten Alsterhafen.

Schlimm erging es der „Tuula“. Auf einem Raumgang brach ihr Mast im Top an dem Beschlag für Oberwanten und Vorstag. Mit Hilfe meines Sohnes konnte vom Dach des Clubhauses aus das Segel geborgen werden. Der Mast wurde noch am Sonntag auf ein Tuckerboot verladen und auf dem Wasserweg zu einer Werft gebracht, sodass die „Tuula“ zu SEASONS END wieder fit sein wird.

Foto 3

Im Laufe des Nachmittags ließ die Böenneigung ab, und auch die „Blindtext“ griff in das Geschehen ein. Die Dauer der 2. Regatta wurde für das Boot mit der Yardstickzahl 100 auf 30 Minuten geschätzt, was eindeutig zu wenig war. Wir lagen lange Zeit sehr gut, aber mit zunehmender Dauer überholten uns doch einige der nach uns gestarteten schnelleren Boote. Am Ende sprang ein 15. Platz heraus.

Abends waren dann alle Teilnehmer zum Sommerfest des HSC eingeladen. Es war wieder ein schöner Abend bei zunächst strahlender und später stimmungsvoll untergehender Sonne auf  der Clubanlage mitten in Hamburg.

Am Sonntag konnten dann noch 2 Regatten bei 3, in Böen 4, Windstärken gesegelt werden, womit ein „Streicher“ ermöglicht wurde. Mit den Platzierungen 9 und 5 hielt sich die „Blindtext“ im Vorderfeld und erreichte insgesamt den 9. Platz. Bei den Kielbooten musste sie nur knapp einem Drachen den Vortritt lassen, der mit 2 Punkten weniger auf den 6. Platz kam.

Wer sich für die genauen Ergebnisse interessiert, sei an die Websites des FKY oder des HSC verwiesen.

Auch wenn es am ersten Tag einige Schäden und Kenterungen gab, die Sicherungsboote hatten alles im Griff, habe ich nur positive Stimmen über die Veranstaltung gehört.

Bleibt zu hoffen, dass im nächsten Jahr das eine oder andere hölzerne Juniorboot den Weg auf die Alster findet. Es lohnt sich.

 

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