Max Oertz Regatta 2015 mit der “Pige” (GER 416)

Der nachstehend aufgeführte Artikel stammt von Johannes Hoppe, der das Boot mit der Nummer 416 gekauft hat und an der Max Oertz Regatta 2015 in Neustadt teilgenommen hat. Ich habe dabei lediglich die Aufgabe übernommen, ihn auf unsere Website zu stellen.                                                                                                                                                                                                                                                   Hartwig

Max Oertz Regatta 2015 (von Pige GER 416)

 

Zu Beginn der Saison kaufte ich mir ein Juniorboot. Eigentlich wollte ich dies gar nicht, doch nach der ersten Besichtigung gab es kein Zurück mehr.

Da Pige (ex Rikke Rusk) in den vergangenen Jahren auch immer auf der einen oder anderen Regatta unterwegs war, beschlossen wir dieses Jahr an der Max Oertz Regatta in Neustadt teilzunehmen.

Gesagt getan, am Freitag den 29. Mai ging es rauf auf den Trailer und ab nach Neustadt. Der Kran war schnell gefunden und unsere dänischen Freunde und Juniorsegler hatten ihre Boote gerade zu Wasser gelassen. Auch wenn wir bis dahin noch völlig unbekannt waren, wurden wir gleich sehr herzlich aufgenommen und lernten, wie wir den Mast des Juniors auch ohne Mastenkran stellen können.

Nachdem das Boot aufgeriggt war legten wir uns ins Päckchen zu den anderen Juniorbooten. Ich muss gestehen, das Bild der vier hintereinander liegenden Boote machte im Hafen von Neustadt wirklich was her.

Am Samstag den 30. Mai waren die ersten Wettfahrten angesetzt. Voller Elan fuhren wir dem Startgebiet entgegen. Wir hatten genug Zeit unser Boot mit den anderen anzugleichen. Was hier auffällig war, dass wir etwas mehr Höhe fahren konnte, dabei jedoch natürlich etwas langsamer waren. Der erste Start verlief für uns dann sehr gut. Wir konnten die ersten Führungsmeter in unserer Klasse sammeln. Dieses Vergnügen war jedoch von kurzer Dauer, an der ersten Wendemarke waren wir nur noch das zweite Schiff im Feld und wurden dann auch noch auf dem Downwindkurs auf den dritten Platz durchgereicht. Am Abend erfuhren wir im Hafen jedoch, dass wir einen Frühstart in der ersten Wettfahrten gefahren waren, was wir jedoch nicht gesehen hatten, auch erfolgte leider keinerlei Signal oder sonstige Ankündigung des Staatsschiffes. Aber hin und wieder ist das bei der Regattasegelei eben so.

Die zweite Wettfahrt verlief für uns am Start dann nicht ganz so gut. Dies ist wohl auch darauf zurückzuführen, dass die Startlinie sehr sehr weit links bevorteilt war. Wir konnten auf einem Amwindkurs die Startlinie nach Lee abfahren. Leider machte uns der 12er Anita hier einen Strich durch die Rechnung, der vom ersten Start downwind unsere Startlinie passierte. Selbst wenn wie hier Vorfahrt gehabt hätten, überlegt man sich vorher sehr gut ob man mit einem so kleinen und schönem Boot, wie dem Juniorboot, diesen etwas ungleichen Kampf aufnehmen möchte. Die Wettfahrt beendeten wir dann mit einem etwas enttäuschenden dritten Platz.

Am Abend gab es dann die Siegerehrung. Wir saßen mit unserer Klasse an einem Tisch und ließen den Abend bei wirklich schönen Gesprächen und einer Flasche Wein ausklingen.

Am Sonntag den 30.5.2015 war dann die Mittelstreckenwettfahrt angesetzt. Der Wetterbericht ließ hier jedoch nichts Gutes verheißen. So funkte ich über Kanal 73 Trave Traffic an. Dies ist ein Wetterdienst für die Lübecker Bucht. Dort sagte man, dass man eine Gewitterfront mit Windstärken bis zu acht Beaufort erwarten werde. Wir entschieden uns daher im Hafen zu bleiben und die Regatta nicht mit zu segeln, was sich im Nachhinein angesichts eines vollgeschlagenen Juniorboots als richtig erweisen sollte. Die Regatta wurde kurz nach dem Start dann von der Wettfahrtleitung auch abgebrochen.

Nun hieß es noch die Boote wieder verladen und dem Eigner des vollgeschlagenem Juniorboots beim Lenzen zu helfen. Nach einem letztes Pläuschchen mit den Eignern anderer Boote ging es für Pige wieder an die Kieler Förde und dort auch gleich zurück ins Wasser.

Die Max Oertz Regatta ist eine wirklich tolle Veranstaltung. Ich persönlich würde mir wünschen, dass das sportliche Segeln vielleicht etwas mehr in den Vordergrund rückt. Der dänischen und deutschen Klassenvereinigungen des Juniorboots kann ich nur sagen, dass dies wirklich eine tolle Gemeinschaft ist, die Eigner anderer Schiffe sind bei allen Fragen hilfsbereit und einem wird auch als Neuling der ein oder andere Trick und Tipp gegeben, die man möglicherweise mit seinem Boot etwas schneller fahren kann. Für mich war es ein Wochenende des Lernens, ich habe gesehen, dass man auf dem Juniorboot doch immer etwas weiterfahren muss um die Layline dann auch zu treffen. Das Juniorboot ist aber ein Segelboot, mit dem man hervorragend zu zweit oder auch zu dritt Regatten segeln kann und dies in einem tollen Umfeld und einer hervorragenden Klassengemeinschaft. Ich würde mir sehr wünschen, wenn zukünftig mehr Eigner den Weg zu den einschlägigen Regatten finden würden. Es ist zwar immer viel Aufwand, doch man wird entlohnt durch unvergessliche und schöne Erinnerungen an diese Tage.

Wir freuen uns schon auf weitere spannende Veranstaltung und Wettfahrten und werden nächstes Jahr sicher wieder in Neustadt dabei sein.

 

Grüße von der Pige (GER 416)

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