Max-Oertz-Regatta 2017

Hervorragendes Wetter und wie immer eine sehr gute Organisation bildeten den Rahmen für die Max-Oertz-Regatta 2017. Wie üblich hatten die Juniorboote eine eigene Startergruppe und konnten so eine Klassenregatta aussegeln. Eigentlich war es ein fast ausschließlich dänisch besetztes Teilnehmerfeld, wenn nicht Boogie, J-413 dabeigewesen wäre. Die dänischen Boote waren Benny Skødt-Rasmussen J-163, Torben Pedersen J-418, Verner Vestergaard J-430 und Verner Jensen J-341.

Wie immer ist eine Juniorboot Regatta mit der Traileranfahrt verbunden, was heutzutage eine ziemliche Nervenprobe auf der Autobahn sein kann. Doch am Ziel in Neustadt angekommen, nahm einen sofort die tolle Atmosphäre im Hafen in Empfang. Das Kranen unserer Juniorboote ist mittlerweile eine eingespielte Sache und geht schnell über die Bühne, auch weil jeder bei jedem mithilft. So konnten wir uns bald anderen Dingen zuwenden, wie gut essen und trinken, was diesmal auf der anderen Hafenseite angeboten wurde, aber das war gar nicht schlechter als sonst auf dem üblichen Netzeplatz der Fischer.
Der Freitag ist eigentlich der Tag für die Up-and-Down Wettfahrten, aber dieses Jahr hatte Rasmus uns einen Streich gespielt und nur ab und zu ein paar lokale Thermikspots von gefühlt einer viertel Windstärke über die Regattabahn verteilt.

Wir hatten, dank Startverschiebung, zunächst ein sonniges Herumtreiben an der Startlinie. Sonnenöl und Wasser waren die gefragten Attribute, ich konnte sogar ein Nickerchen halten. Dann entschloss sich die Wettfahrtleitung, doch noch etwas zu veranstalten und schickte das Feld auf einen nahezu Halbwindkurs bei 0-1 Bft. Das war nun nicht gerade ein faires Rennen, weil die Windspots doch recht zufällig auf dem Kurs verteilt waren und dadurch auch nicht alle Boote rechtzeitig zur Startlinie kommen konnten. Zudem war die Linie nicht regelgerecht zum Wind mit einer sehr schlecht sichtbaren Pinflagge gelegt. Sportliches Segeln geht anders. Man muss aber dem Veranstalter den guten Willen zugestehen, wenigstens etwas Zählbares an diesem Flautentag zu haben. Torben, wer auch sonst, hatte die Nase vorn. Abends gab es die Preise. Dann folgte das schon legendäre Spargelessen. Die Juniorboot Crews saßen in fröhlicher Runde zusammen und tafelten. Weil alle gute Laune hatten, wollten wir das auch auf die Segler der anderen Bootsklassen übertragen und so gab der KDY15kvm-Chor das Juniorboot Lied zum Besten, mit vollem Erfolg.

Samstag bescherte der Wettergott uns einen Sahnesegeltag – Sonne, blauer Himmel, 3-4 Bft. NE. Genau das richtige für die große Max-Oertz-Regatta, die im Dreieckskurs gesegelt wird. Wir machten uns auf zur Regattabahn. Dort konnte man, all die vielen schönen klassischen Schiffe sehen, vom KDY15kvm bis zum 12mR. Alle bereiteten sich auf den Start vor. Wir, Dietmar und Jan mit Boogie, schauten uns die Startlinie sehr genau an und erkannten den Vorteil auf der linken Seite. So legten wir den Start darauf an. Die Entscheidung war richtig, wir kamen als erstes Boot auf die Layline zu. Flop oder Top, wann sollte gewendet werden? Leider Flop, zwei Schläge mehr – Torben und Benny sahen das natürlich und wendeten später auf die Layline. So war die erste Luvtonnen Rundung J-163 vor J-418 und J-413 knapp dahinter J-430 und noch gut dabei J-341. Die Boote blieben eng zusammen, immer auf Angriffsdistanz. An der Leetonne war die Reihenfolge J-163, J-413, J-418 nur Sekundenbruchteile auseinander (siehe Bild).

Die dann folgende Kreuz nutzte J-418 (Torben mit Vor-schoterin Lotte), um sich an die Spitze zu setzen. Die Boote waren nach wie vor auf Schlagdistanz und man musste sehr genau die Konkurrenten im Auge behalten. Das haben J-163 (Heiner mit Vorschoter Benny) und J-430 (Verner mit Vorschoter Claus) auf dem letzten Vorwindkurs einmal nicht gemacht und J-413 hat hinter ihnen eine Schifte gemacht und dadurch einen entscheidenden Vorsprung bekommen. So war es auf der Zielkreuz ein Duell zwischen J-418 und J-413, welches Torben und Lotte für sich entschieden haben. Verner und Claus konnten sich noch knapp auf den dritten Platz vor Heiner und Benny schieben. Verner Jensen und Karen kamen kurz danach. So ging ein spannendes Rennen zu Ende, wobei auf der Ziellinie alle Juniorboote nur etwas mehr als drei Minuten auseinander waren. Das ist ein Zeichen, das alle Crews guten Segelsport gezeigt haben und auch ein Zeichen dafür, dass die Klasse gute Vermessungsbestimmungen hat und Holz- sowie GFK-Boote problemlos miteinander segeln können. Auf der Tour zurück in den Hafen gab es dann das verdiente Bier, dem noch viele folgten, nur unterbrochen vom Auskranen der Boote. Wieder zeigten sich alle Juniorbootsegler als Team und so standen die Boote bald gut verstaut auf dem Trailer. Jetzt galt es noch etwas zu essen, damit die Biere auch eine Grundlage haben und dann folgte die Siegerehrung im Zelt nach folgendem Ergebnis:

Platz 1. J – 418 mit Torben und Lotte
Platz 2. J – 413 mit Dietmar und Jan
Platz 3. J – 430 mit Verner und Claus
Platz 4. J – 163 mit Heiner und Benny
Platz 5. J – 341 mit Verner und Karen

Nach der Siegerehrung spielte eine tolle Band und die Tanzfläche im Zelt
war voll. Es konnte gefeiert werden.

PS: Liebe Juniorboot Segler in Dänemark, herzlichen Dank, dass ihr immer wieder mit ein paar Booten zu dieser einmaligen Regatta angereist kommt. Ihr gehört mittlerweile schon zum Stammpersonal. Liebe Juniorbootsegler in Deutschland, schade dass ihr diese besondere Regatta immer weniger besucht – aber vielleicht hattet ihr ja diesmal eure Gründe. Kommt einfach zur Max-Oertz 2018. Der Zusammenhalt in der Klasse wird bei unseren Regatten immer besonders groß geschrieben.

Mit Juniorboot Grüßen

Dietmar – J-413


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