Sommertour 2006 mit Oexe

Eigentlich bin ich ja keine Seglerin und trotzdem schreibe ich jetzt einen Bericht über eine Segeltour. Und wie kam es dazu? Tja, so was passiert halt wenn man sich einen Freund sucht der restlos segelbegeistert ist und einen damit ansteckt. Dazu muss man sagen, dass er ein wunderbares kleines Holzschiff hat, ein Folkejunior.
Am Anfang, als ich das Schiff zum ersten Mal sah, Continue reading

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Die grosse Runde

Fast scheint es mir, als hätte ich seglerisch die große Runde vollendet.
Meine ersten Segelerfahrungen machte ich 1956 auf dem Junior Boot meines Onkels Otto, der sich dieses als “Altersfahrzeug” gekauft hatte, nachdem er seine 10m R-Yacht verkauft hatte. Dieses große Schiff ohne Maschine konnte er nur aus dem Niendorfer Hafen bewegen, wenn er meine Eltern und meinen älteren Bruder an Bord hatte. Continue reading

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RY – OPEN 2005

“Gute Tradition und Sitte” sei es, der Zweitplazierte schreibe den Bericht für die “PUST”, sagte Alice Jespersen J 432 lächelnd, als wir nach Groß Wittensee heimfahren wollten. Hartwig J 412 rief kurz darauf an, um dies zu bestätigen. Nun – Traditionen soll man nicht über Bord werfen.

“Nur nicht als Letzter zu weit hinterhersegeln” wollten Birgit und ich, als wir am Freitag bei schönstem Wetter von Hartwig und Malte zum Clubgelände des RY SEIJLCLUB in Dänemark am Knudsee gelotst wurden. Erst seit ein paar Wochen stolze und glückliche Eigner unserer “Rike” – benannt nach unserer Tochter – hofften wir bei den RY-OPEN 2005 als Neulinge im Juniorboot einerseits etwas über unser Boot und die Klasse zu erfahren, andererseits einen gebrauchten, guten Satz Regattasegel zu kaufen. Auch freuten wir uns darauf, mit gleichen Booten einer Klasse um die Wette zu segeln. Mit dem schwedischen “Stjärnboot”, das wir bis vor kurzem segelten, war dies nur per Verrechnung möglich. Unsere Erwartungen sollten übertroffen werden.

Carsten Wrang, Finn Petersen und Frau, Verner Vestergaard , Arne Jensen und Alice Jespersen begrüßten uns herzlich. Unser rotes Boot war die Attraktion. Wo es denn die ganze Zeit gewesen sei wollten alle wissen. Nun – der Voreigner segelte es 12 Jahre lang allein auf dem Wittensee und verkaufte es, weil er demnächst 80 Jahre alt wird. Jetzt erfuhren wir, daß wir den Prototypen erworben haben, gebaut 1973 bei Ejvinds Baadevaerft, der seinerzeit deshalb nicht registriert und vermessen worden war, weil er in einem Punkt nicht den Vorschriften entspricht. Er hat einen zu schmalen Steven, ihm fehlen ca. 15 mm Wasserlinienlänge. Torben Petersen J 418 schenkte uns am nächsten Tag zwei Fotos von unserer “Rike” – seinem ersten Juniorboot – bei der Jungfernfahrt. Nach dem Bau war er Testsegler dieses allerersten in GFK gebauten Juniorbootes gewesen.

Am Freitag noch konnten wir von Arne und Alice gebrauchte aber excellente Segel “mit der guten Nr. J 432” kaufen. Den Abend verbrachten die deutschen Crews von J 412, J 420, J 405 und “Rike” gemeinsam bei leckerem Essen in der besten Pizzeria von Ry.

Am Sonnabendmorgen schüttete es wie aus Eimern. Hartwig bat Verner Vestergard, das Wetter doch stellvertretend für den Vorsitzenden zu bessern. Das tat er auch prompt. Später schien sogar die Sonne, auch wenn wir dabei nur wenig bis kaum Wind hatten. Planmäßig kam der Kran um 11.00 Uhr. Routiniert, souverän und gefühlvoll setzte der Kranführer per Joystick in Kürze alle zehn teilnehmenden Juniorboote ins Wasser. Jeder half jedem und man konnte kaum so schnell gucken, da standen die Boote fertig aufgeriggt im Wasser. Arne kam und war uns beim Anschlagen der Segel und Einstellen der Holepunkte behilflich. Pünktlich um 12.00 Uhr konnten alle speisen.

Start war bei ca. 2 Windstärken Beaufort. Im Lauf der ersten Wettfahrt nahm der Wind aber so stark ab, daß die Wettfahrtleitung wirklich nicht zu beneiden war. Sie behielt Nerven, schoß die Wettfahrt nicht ab und so konnte nicht nur diese, sondern danach auch noch eine zweite Wettfahrt beendet werden. Wir aber hätten fast die Nerven verloren, weil wir so viel Glück hatten und diesen Lauf absolut unerwartet siegreich beenden konnten. Arne J 432, bei dem es in diesem Lauf nicht so gut klappte, wollte seine Segel zurückkaufen. Wir erwiderten, er müsse wohl die falschen Segel verkauft haben. Knapp nach uns kamen Sven und seine beiden Töchter J 405 ins Ziel. Im zweiten Lauf stellte Arne die Ordnung aber wieder her und gewann.

Ein ganz besonderes Erlebnis bereiteten Carsten, Finn und seine Frau mit ein wenig professioneller Unterstützung, als sie uns abends an liebevoll gedeckter Tafel Gaumengenüsse wie aus dem Schlaraffenland reichten und Weintrauben aus Carstens eigener Zucht. Es wurde ein schöner Abend im RY SEJLCLUB.

Am Sonntagmorgen löste sich der erwartete Morgennebel nur schwer auf, schlimmer aber, der Wind blieb weg. Es gab Startverschiebung, schließlich sollte um 11.00 Uhr entschieden werden, ob noch gestartet werden kann. Die ersten wollten schon an Land fahren, da kräuselte eine leichte Brise die Wasseroberfläche. Zwei Wettfahrten wurden gefahren, in denen das Revier seine Tücken und Besonderheiten zeigte. Wer rechts fuhr, der konnte fahren, wer links fuhr, der parkte ein und versauerte (wie wir auf der ersten Startkreuz).

Der erste Preis gesamt wurde verdient Arne Jensen J 432 zugeteilt, der zweite Platz ging an ein rotes, nicht registriertes Juniorboot aus Groß Wittensee, Sven Krüger und seine Töchter J 405 wurden Dritte, den vierten Platz erlangte Torben Pedersen mit J 418.

Seit diesem Wochenende freuen wir uns noch mehr darüber, jetzt in der Juniorbootklasse zu segeln. Das liegt sowohl am Boot und seinen Segeleigenschaften als auch an den lieben Mitseglern, die wir kennengelernt haben. Beeindruckt hat uns, daß wir mit dem absolut ältesten Kunststoffboot mitfahren können, ebenso auch, daß das einzige Holzboot zeitweise empfindlich schnell fuhr.

Danke für das schöne, gelungene Wochenende, für die herzliche Aufnahme der Klassenneulinge, für die kulinarischen Genüsse, besonders an Carsten, Finn und seine Frau, an Willi und die Crew von der Wettfahrtleitung und den Begleitbooten auf der Bahn. Ihr habt erreicht, daß wir gerne im nächsten Jahr nach Ry wiederkommen und darauf freuen wir uns schon jetzt.

von Birgit Theophil und Jürgen Oppermann-Theophil

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Regatta Hamburg – Seasons End 2005

Am letzten Wochenende im August war es mal wieder so weit. Alles was Rang und Namen in der internationalen Folkejunior-Szene hat, traf sich dort, wo Segeln als Spitzensport mit einem über die Grenzen bekannten Namen etabliert ist – in Hamburg auf der Außenalster zur Seasons-End-Regatta. Wie immer eine Veranstaltung im High-End-Bereich und ein Muss für jeden halbwegs ambitionierten Regattasegler und solche, die auf dem Weg dorthin sind.

So konnte der HSC als veranstaltender Verein die erhebliche Anzahl von 19 Meldungen verzeichnen. Ein Ergebnis, welches das letzte Mal bei der DM 2003 in Svendborg erreicht werden konnte. Damit waren die Folkejunior wieder die am stärksten vertretende, der insgesamt vier gestarteten Bootsklassen. Ein Garant dafür, dass wir im nächsten Jahr sicher wieder eine Einladung zur Regatta nach Hamburg erhalten werden. Die Bedeutung der Veranstaltung lässt sich sicher auch daran ableiten, dass das Ausmaß der zur Verfügung gestellten Preise, Ehrenpreise, Wanderpreise und für jedes Boot Preise inzwischen die Anzahl der Preise der anderen Bootsklassen bei weitem übersteigt. Es ist jedes mal wieder beeindruckend.

Der Name der Regatta Seasons-End ist wie immer etwas irre führend, zumal sich auch das Wetter im Gegensatz zum übrigen Sommer von seiner besten Seite zeigte und somit mit bei nahezu Kaiserwetter und optimalen Windbedingungen zwischen 3 und 5 Windstärken mit Sicherheit nicht das Gefühl aufkam, dass es das für dieses Jahr mit dem Segeln schon gewesen sein könnte. Das war nicht unbedingt zu erwarten, denn am Freitag bei der Anfahrt nach Hamburg hätten wir unser Boot auch schon auf der Autobahn zu Wasser lassen können.

Wie auch in den letzten Jahren, sind fast alle auswärtigen Teilnehmer bereits am Freitag angereist. Selbst die Dänen sind dazu übergegangen bereits am Freitag im Hellen anzukommen und nicht mehr nachts um zwölf. Jeder der die Örtlichkeiten rund um die Gurlitt-Insel kennt, weiß warum. Es bedarf schon einiger Routine und Geduld sein Boot dort hinzubringen und ins Wasser zu lassen. Vom Sonntag, wenn dann auch die Jollenklassen dazu kommen und alle gleichzeitig raus wollen, soll hier gar nicht erst die Rede sein. Mann muss dabei gewesen sein, um zu wissen wie es ist.

Das gilt im Übrigen natürlich für die gesamte Veranstaltung. Und so ist es auch schön, wenn sich Folkejuniorsegler auch nach Hamburg aufmachen, um nur zu gucken. An dieser Stelle einen Dank an alle die da gewesenen und gleichzeitig der Aufruf auch an alle übrigen, im nächsten Jahr rege nach Hamburg zu kommen. Der Veranstalter hat es verdient.

Endlich zum Renngeschehen. An dieser Stelle folgt bei einem Regattabericht in der Regel eine Beschreibung der gelaufenen Rennen. Die werdet Ihr hier nicht finden. Das Geschehen kann ich mir nämlich nicht merken. Während der Regatta hatte ich genug damit zu tun, keinen der ca. 100 Optis zu versenken, die immer am gleichen Wochenende ebenfalls mit uns dort Regatta segeln. Aber im Anhang gibt es einen Ausdruck. Dort könnt ihr die Ergebnisse einsehen.

Wie bereits geäußert, war die teilnehmende Zahl von Booten beträchtlich. Für einige waren es wohl auch schon zu viele, denn alle 19 Boote haben es nicht bis zum ersten Start geschafft. Uwe Koglin hatte sich doch zu sehr auf sein Vorfahrtsrecht verlassen. Doch Recht haben und Recht bekommen sind bekanntlich zwei paar Schuhe. Zumindest musste Uwe feststellen, dass Hartwigs Steven doch mehr ab kann als sein Oberwand. Und jetzt fährt Uwe mit geteiltem Mast durch die Gegend. Das kenne ich noch vom Surfen. Da hatten wir auch geteilte Masten. Das hat vor allem Vorteile beim Transport. Uwe muss sich aber, glaube ich, noch ein bisschen an diesen positiven Gedanken gewöhnen.

Ja, und Peter Hadler hatte auch Pech. Ihm ist Sonntag jemand in der ersten Wettfahrt ins Ruder gefahren. Wenigstens brauchte Peter dadurch nicht so lange aufs Kranen warten wie der Rest. Freundlicherweise haben Peter und Sohn Kris dann auch noch bei den anderen Booten beim Kranen mit Hand angelegt, so dass es für uns eigentlich ganz positiv war, das mit dem Ruder.

Es ist halt nicht immer so ganz leicht in so einer Wettfahrt. Und manchmal ist dann eben doch nur Platz für eineinhalb Boote und nicht für zwei, wie zunächst vermutet. Aber Schwund ist überall und Hauptsache, man hat die Finger dann nicht dazwischen.

Ansonsten war es natürlich ruhig auf der Regattabahn. Für manchen wahrscheinlich zu ruhig, denn Kurt Schulze hatte die Großschot schön belegt und es sich sonst wohl auch recht bequem gemacht. Zumindest bis zu der einen Böe. Als Einhandsegler weiß man das dann aber schon zu schätzen, wenn man einen Schotten dabei hat, der dann das Boot wieder leer pützt. Ich kann mich an dieser Stelle aber auch nicht beklagen, denn mein Schotte hatte nach der Böe auch ganz gut damit zu tun, die 150 ltr. Wasser aus unserem Boot wieder raus zu bekommen. Zum Glück hatten wir dann einen Vorwindgang, da war das mit dem Pützen für meinen Schotten nicht so schwer. Es hat halt seinen Grund, warum das Boot klassengerecht mit drei Personen gesegelt wird (dann können zwei Pützen).

Ihr merkt schon, es geht ziemlich ernst zu bei der ganzen Angelegenheit. Und das ist auch gut so. In diesem Sinne an dieser Stelle einen herzlichen Dank an Irmgard, Rosemarie und Karl, die nicht nur der Garant für die Veranstaltung sind, sondern vor allem mit ihrem Charme der ganzen Veranstaltung erst die besondere Note geben. Auch sehr positiv war das Engagement des Teams um Horst Räderscheidt, die sich sehr intensiv um das Kranen und um die Trailer gekümmert haben, insbesondere, dass bei der Ankunft sofort jemand da war und uns eingewiesen hat, war sehr entspannend. Es ist also nicht nur der Pomp, sondern vor allem auch die vielen Kleinigkeiten, die solch eine Veranstaltung wertvoll machen.

Meine Unterkunft für das nächste Jahr ist jedenfalls schon gebucht. Wir sehen uns in Hamburg.

von Sven (J-405)

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Hamburg Summer Classic’s 2005 mit Folke Junioren

Wie in den vergangenen Jahren starteten auch 2005 einige Boote unserer Klasse bei den Hamburg Summer Classic’s, die am 06./07. August vom Hamburger Segelclub auf der Alster veranstaltet wurden.

Gemeldet hatten 6 Juniorboote, aber leider konnten nur 4 starten. In alphabetischer Reihenfolge waren dieses die nach einer Totalrestaurierung wieder aktive “Blindtext” von Rosemarie Mai aus Hamburg, auf der ich die Pinne führen durfte. Ferner hatte Holger Nickelmann seine “Tuula” von ihrem Heimatrevier Plöner See auf die Alster verholt. Das zweite Hamburger Boot, die “Windbeutel”, steuerte Thomas Dombrowski. Vervollständigt wurde das Feld durch die “Windspiel”, dem ältesten Boot unserer Flotte, am Baldeneysee beheimatet.. Seit Jahren nimmt es sehr erfolgreich unter der Führung von Heiko Schulze an dieser Veranstaltung teil.

Insgesamt gingen 51 Boote an den Start. Es war schon ein besonderes Erlebnis, zum einen die Vielfalt der hölzernen klassischen Jollen und kleinen Kielboote zu betrachten und sich zum anderen an ihrem zum großen Teil excellenten Zustand zu erfreuen – eine wahre bootsbauerische Augenweide. Durch entsprechende Tafeln vor den Liegeplätzen wurde zudem jedes Boot kurz beschrieben. Ein sehr netter und informativer Service.

Gewertet wurde nach dem Yardstick-System und gestartet wurde nach dem Kängeruh-Verfahren, d. h. das nach Yardstick langsamste Boot startet zuerst, ein gerade für unsere im Vergleich langsamen Boote günstiges Verfahren, segelt man doch so im ersten Teil der Regatta nicht in den Abwinden der schnelleren Schiffe.

Am Sonnabend wurden 2 Wettfahrten mit einer angemessenen Pause zur Stärkung der Besatzungen gesegelt. Herrschten in der ersten Regatta noch recht moderate Bedingungen, zeigte sich die Alster im zweiten Lauf mit starken Böen von ihrer anderen Seite, um uns dann am Sonntag bei der dritten Wettfahrt wieder zu schonen. Natürlich herrschten an beiden Tagen die alsterüblichen Bedingungen mit starken Drehern und örtlichen Böen, die, wie soll es auch anders ein, immer nur den anderen zum Vorteil gereichen.

Die Taktik für unsere Juniorboote bei einer derartigen Regatta möchte ich schlicht mit dem Wort Flucht umschreiben; Flucht vor der später gestarteten und heranstürmenden Meute von H-Jollen, Jollenkreuzern, Sharpies usw.. Irgendwann kommen sie bestimmt!

In der ersten Wettfahrt gelang der “Blindtext” diese Flucht ganz gut, musste sie doch nur einer O-Jolle und einem 20er Jollenkreuzer den Vortritt lassen. Die sonst so erfolgreiche “Windspiel” hatte schon an der ersten Tonne 3, auch Holzdamm genannt und unterhalb der Kennedy-Brücke liegend, Pech. Die Diskussionen über die Windverhältnisse an dieser Tonne würden, schriebe man sie nieder, sicher ganze Bücher füllen. Auf jeden Fall ist es immer wieder spannend, ob man unverhofft eine Bö von der richtigen Seite erwischt oder in einem Flautenloch liegen bleibt und mit ansehen muss, wie 20 Meter weiter die Konkurenz davonzieht.

In den beiden anderen Wettfahrten konnten sich die beiden genannten Juniorboote mit Plätzen um 13 nur teilweise den Verfolgern entziehen, wobei aber die “Windspiel” trotz einer um einen Punkt schlechteren Yardstickzahl (eine “Strafe für die Erfolge der letzten Jahre) immer knapp vor der “Blindtext” lag.

Durch den guten Platz in der ersten Wettfahrt gelang der “Blindtext” in der Gesamtwertung mit dem 9. Platz noch ein Rang unter den Preisträgern. Drittes Juniorboot wurde die “Windbeutel” vor der “Tuula”.

Eine persönliche Anmerkung sei mir an dieser Stelle gestattet: es ist schon beeindruckend, wenn man vor dem Feld segelt, ein immer lauter werdendes Rauschen vernimmt, nichts gegen die schnelleren Boote unternehmen kann, tatenlos zusehen muss, wie z. B. eine H-Jolle in flotter Fahrt vorbeizieht, und man nur hoffen kann, dass der Spuk mit dem Zieldurchgang ein baldiges Ende hat, damit nicht noch mehr Boote eine gute Platzierung verderben.

Es war das 13. Mal, dass diese Regatta veranstaltet wurde. Früher hieß sie mal Holzbootregatta. Über den Sinn oder Unsinn dieser Umbenennung ließe sich trefflich streiten. Tatsache ist: es war kein Summer, auch kein Classic am Start, sondern Holzboote drehten auf der Alster die vorgegebenen Runden.

Die Wettfahrtleitung lag in den bewährten Händen von Horst Reuter und Stefan Roth, die souverän die Serie abwickelten. Auch das Rahmenprogramm stimmte. Leider aber gab es einige Havarien, die gerade bei den älteren Holzbooten richtig weh tun. Unsere Juniorboote waren glücklicherweise davon nicht betroffen.

Von der Preisverteilung im überfüllten HSC-Clubhaus kann für unsere Klasse noch etwas ganz besonderes vermeldet werden. Den Restaurierungspreis des Deutschen Boots- und Schiffbauerverbandes gewann Rosemarie Mai für ihre “Blindtext”.

Zum Schluss durfte sich jedes teilnehmende Boot eine über Lose ermittelte “Wundertüte” mit wertvollen gesponserten Sachpreisen abholen. Wer einmal eine derartige Sammeltour gemacht, kann ermessen, welches Engagement die Organisatoren hier gezeigt haben. Ein herzliches Dankeschön nicht nur hierfür, sondern für die ganze Veranstaltung.

von Hartwig Sulkiewicz

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