Ry Open Revival 2014 in Horsens

Vorbemerkung:

Den nachstehenden Bericht habe ich per Mail von Sven Krüger  (J GER 405) bekommen und ihn auf unsere Website gestellt.

                                                                                                                                      Hartwig Sulkiewicz

 

Gemeldet hatten 8 Boote inklusive mir. Am Start waren Verner Jensen, Verner Vestergaard, Torben Pedersen, Peter aus Silkeborg, Lars aus Kopenhagen (nicht der vormalige Vorsitzende), Carl (der jetzige Vorsitzende) und Jens. Die Besetzung in etwa so wie bei der Dänischen Meisterschaft in Hobro.

Beide Tage hatten wir sehr viel Sonne und konstante 14 bis 18 Knoten Wind. Gerade am Samstag waren da doch ganz gute Drücker dabei, weshalb nach zwei Wettfahrten nur noch 4 Boote am Start waren. Teilweise gab es Materialprobleme, teilweise wurde wegen zu geringen Crewgewichtes aufgegeben.

Ich war mit Heiko, meinem Neffen, angereist. Wir sind am Freitag gleich nach der Schule los, nach Giersdorf das Boot angespannt und haben uns dann auf die 400 km Reise gemacht. Zum Glück war es nicht das lange Wochenende von dieser Woche. Insofern sind wir gut um HH rum gekommen und waren pünktlich um 18:30 vor Ort.

Freitagabend war Jedermann Grillen mit selbst mitgebrachtem Essen. Heiko und ich sind dann von Verner eingeladen worden, bei ihm zu Hause zu übernachten. Das hatte den Vorteil, dass wir auch Frühstück serviert bekamen. Die nächste Nacht haben wir im Club geschlafen, da das mit dem Fahren einfacher war (Bierchen) und es Sonntag eh Frühstück im Club gab. Das war alles sehr komfortabel und auch etwas geräumiger als in Ry. Horsens hat einen tollen Club mit einem neuen Restaurant und einer sehr ordentlichen Hafenanlage mit allen Möglichkeiten der Versorgung und einem tollen Segelrevier direkt vor der Haustür.

Mal abgesehen davon, dass wir an beiden Tagen sehr viel Wind hatten, zeichnet sich das Revier vor allem durch sehr faire und gleichmäßige Bedingungen für alle aus. Samstag früh war Kranen für die Auswärtigen (5 Boote), was nicht der Rede wert ist, da sehr viel Platz zum Rangieren und Parken vorhanden war, ein fester Kran zur Verfügung stand und die erhöhte Mole auch das Mastsetzen zum Kinderspiel werden ließ. Es war genug Zeit, um noch ein gemeinsames Mittag einzunehmen und die Steuermannsbesprechung durchzuführen.

13:00 sollte Start sein, also 12:15 los und noch etwas das Revier erkunden und die Segel trimmen. Es ging dann auch mit achterlichem Wind Richtung Startschiff, eine kleine Halse mit kurzem Sonnenschuss, da die Böe doch etwas drückte – und dann ging der Druck aus. Habe es erst nicht so realisiert, aber der Baum nahm eine etwas ungewöhnliche Gestallt an und dann ließ auch die Form des Segels nach. Der Baum bestand nun aus zwei Stücken, nur noch gehalten vom Unterliek des Großsegels. Oben kippte das Segel dann auch merkwürdig nach vorn. Da wo normalerweise die Saling das Rigg stützt, war jetzt viel Luft. Die Saling hing wirkungslos am Want auf Deckshöhe. Nach dem Nachlassen der ersten Verwunderung und einer kurzen Besinnung ging dann das Großsegel runter, um größeren Schaden zu vermeiden, und letztendlich war es ohnehin ohne Funktion. Glück im Unglück, das Segel ist ganz geblieben. Wir sind dann unter Fock abgelaufen, um zum Bojenleger zu gelangen, der uns dann in die andere Richtung gegen den Wind in den Hafen schleppte. Kreuzen nur unter Fock ist aussichtslos beim Juniorboot.

Ich kann sagen, ich war dieses Mal zumindest Erster unterm Haken. Nach dem Verladen haben wir uns dann geistig aufs Abendessen (Clubhaus) vorbereitet, zumal, wie gesagt, Verner Jensen, Lars und Karl auch früh drin waren wegen zu viel Windes. Das Abendessen war sehr nett. Was fehlte, war die musikalische Begleitung. Da fehlte Carsten Wrang definitiv.

Sonntag haben Heiko und ich uns dann aufgeteilt. Ich bin bei Karl mitgefahren. Das muss die 437 sein. Ein sehr schnelles Schiff, wenn man es denn schnell segelt. In der ersten Wettfahrt hatten wir noch etwas Probleme, aber dann ging es mit einem vierten, dritten und ersten Platz in die richtige Richtung.

Die Wettfahrten wurden jeweils an beiden Tagen mit einem Molebier an Land abgeschlossen. Sonntag gab es noch einmal Mittag und noch die Siegerehrung in etwa in der Reihenfolge (418, 438, 410). Es gab Preise für die drei Erstplatzierten und den Weltpokal. Verner Jensen hatte an alles gedacht und eine sehr schöne Regatta organisiert. Eigentlich war es wie immer in Ry. Wollen mal sehen, ob es eine Wiederauflage der Ry Revival Regatta in 2015 gibt.

 

 

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