SEASONS END 2016

SEASONS END 2016

 

Seit 2003 werden sie ohne Unterbrechung ausgesegelt – die Regatten unserer Juniorboote um den SEASONS END-Pokal. Er wurde seinerzeit von Rosemarie Mai und Gottfried Unterweger gestiftet und schmückt die Vitrine des HSC-Clubhauses.

Es starteten zu Beginn neun Kunststoff- und sieben recht betagte Holzboote. Wie sich die Zeiten doch ändern. In diesem Jahr waren jetzt sieben Teilnehmer am Start, darunter nur ein älteres Holzboot (Nr. 163) und die nun in Hamburg beheimatete 438, von Jens Nørgaard von 2004 bis 2010 aus Holz gebaut.

Zwei Steuerleute waren vom Start der ersten Wettfahrt 2003 ununterbrochen im Feld. Zum einen Torben Pedersen aus Dänemark, zum andern ich selbst – Sven Krüger folgt dichtauf, er musste nur 1x berufsbedingt aussetzen.

Wie in vergangenen Jahren segelten wir im Rahmen der Regatten um die Sommerpokale des HSC. Mit uns auf der Bahn die Klassen J 22 und die Dyas, mit denen wir uns bis auf ein paar Ausnahmen gut vertragen haben.

Erfreulicherweise hatten von den sieben Teilnehmern drei Boote unserer dänischen Freunde den Weg an die Alster gefunden. Es zeigte sich wieder einmal, dass dänische und deutsche Segler in unserer Klasse aufeinander angewiesen sind, um halbwegs ansehnliche Teilnehmerfelder zu erreichen.

Nach dem wie üblich problemlosen Kranen der Boote war alles für ein tolles Regattawochenende angerichtet, doch leider spielte der Wettergott nicht zu 100% mit.

Am Sonnabend zeigten sich um 13.00 Uhr nur strichweise einige Böen auf der Alster bei hochsommerlichen Temperaturen. Also musste unser Wettfahrtleiter zunächst den Antwortwimpel als Zeichen der Startverschiebung setzen.

Unser Warten hatte ein Ende, als sich eine leichte halbwegs konstante nordöstliche Brise durchsetzte. Bei schwierigen Verhältnissen segelten wir mit stark drehenden Winden unterschiedlicher Stärke die erste Wettfahrt mit kurzer Bahn, die durch den Zieldurchgang an der Luvtonne nach der zweiten Kreuz noch weiter verkürzt wurde.

Der Wind stabilisierte sich gegen Abend zunehmend, so dass noch zwei kurze Regatten gesegelt werden konnten. Insbesondere die dritte Wettfahrt an diesem Tag hatte doch recht faire Bedingungen.

Danach konnten wir uns dem leiblichen Wohl zuwenden. Der Clubwirt Kai Steinhagen und seine Mannschaft hatten ein im Meldegeld enthaltenes ausgezeichnetes Grillbuffet vorbereitet – und Freibier gab es auch.

So erlebten wir bei sommerlichen Temperaturen einen schönen stimmungsvollen Abend auf der Clubhausterrasse.

Der Sonntag bescherte uns dann zwar leichte, aber durchaus segelbare Winde aus nunmehr südöstlicher Richtung. Die Luvtonnen lagen direkt vor dem Alsterhafen des HSC. Wir konnten die noch vorgesehenen zwei Wettfahrten segeln, so dass wir insgesamt auf fünf Regatten kamen mit einem Streichergebnis.

Wie üblich – und so auch an diesem Wochenende – bedeuten östliche Winde auf der Alster ein besonders aufmerksames und trickreiches Segeln, da sie den Seglern starke Dreher unterschiedlicher Stärke bescheren.

Zum dritten Mal kam der diesjährige Gewinner der Serie aus Berlin. Jörg Lietzmann mit Sven Erlebach an den Schoten sicherte sich nach 2011 und 2015 auch in diesem Jahr den Gesamtsieg, durfte sich mit dem SEASONS END-Pokal fotografieren lassen und den Erinnerungsbecher mit nach Hause nehmen.

Den zweiten Platz erreichte Uwe Koglin mit Peter Naumann auf der wunderschönen Nr. 438 „Seemöve“, die nicht nur schnell, sondern auch ein besonderer Augenschmaus im HSC-Hafen ist. Damit errang er ein weiteres Anrecht auf den schon sehr lange ausgesegelten Wanderpreis für das beste Holzboot. Wo wir gerade bei den Holzbooten sind: Der von Kurt Schulze gestiftete „Erik-Salander-Preis“, eigentlich für das drittplatzierte Holzboot vorgesehen, geht für ein Jahr zu unserem dänischen Freund Benny Skødt-Rasmussen, der mit Jeppe Hartvig Friis segelte.

Verabschieden müssen wir uns von dem von mir gestifteten „Alster-Maltorle-Preis“. Torben Pedersen errang nicht nur den dritten Platz, sondern gewann zum fünften Mal diesen Preis, der damit endgültig in seine Hände geht. Wie jeder sehen konnte, segelte er übrigens nicht mit seiner Stammvorschoterin Lotte Andersson, sondern mit einem Freund.

Normalerweise werden bei Preisverteilungen nur die Preisträger aufgerufen. Bei uns ist es anders. Jedes Boot wird aufgerufen und bekommt eine Rotweinflasche mit dem SEASONS END-Logo und dem Bootsnamen. Auch die Offiziellen werden nicht vergessen. Wie in all den Jahren geht ein herzliches Dankeschön an den Spender Sven Krüger und an die „Bastler“ Tanja Meyer aus Svens Büro und meinen Sohn Malte.

Ein Dankeschön geht auch an den Wettfahrtleiter Claus Dederke und seinem Team. Die Bahnen lagen ausgezeichnet, und insbesondere am Sonnabend hatten sie es aufgrund der Wetterbedingungen nicht leicht, aber derartige Probleme meisterte Claus wie immer souverän.

SEASONS END 2016 war wieder eine tolle Veranstaltung. In meinem Beitrag vom letzten Jahr hatte ich auf mehr Teilnehmer gehofft. Diese Hoffnung ist leider nicht erfüllt worden. So hoffe ich 2017 auf mindestens neun Teilnehmer – zwei mehr als dieses Jahr und damit auf dem Niveau von 2015. Es können aber gerne ein paar mehr sein. Wie heißt es so schön: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“

 

Hartwig

 

 

 

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