SEASONS END 2018

Aus Rücksicht auf die Jubiläumsfeierlichkeiten unseres Nachbarclubs trafen wir uns in diesem Jahr nicht wie üblich im August, sondern am 08./09. September, um unsere SEASONS END-Regatta im Rahmen der Spätsommerpokale auszusegeln. Sieben Boote hatten gemeldet. Davon kamen zwei aus unserem Nachbarland Dänemark. Darunter das einzige Holzboot, die 1950 bei Walstedt in Svendborg gebaute und dort auch restaurierte wunderschöne „SVIP“ (Segelnummer 163) von Benny Skødt-Rasmussen.

Erfreulich war, dass mit der „Elida“ (Segelnummer 419) von Sebastian Lache und der „Sophie-Louise“ (Segelnummer 430 – ehemals Verner Vestergaard) von Thorsten Schmidt, zwei weitere an der Alster beheimatete Boote teilnahmen.  Schließlich gingen sechs Boote an den Start. Wie in den Vorjahren waren auch die J 24- und J 22-Boote mit auf der Bahn, mit denen wir uns gut vertrugen. Eng wurde es am Samstag bei unseren ersten beiden Wettfahrten im südlichen Teil der Alster im Bereich unserer Luvmarke, da dort eine parallel stattfindende Optimistenregatta gesegelt wurde.

Beim Einchecken überraschte uns Torben mit einem großen Karton voller Polo-Shirts für alle Teilnehmer der Juniorboote. Von diversen Sponsoren finanziert, tragen sie auf dem Rücken das Logo unserer Klasse mit dem Hinweis auf das 90jährige Jubiläum. Sie stehen uns ausgezeichnet, und so konnte man auf dem Steg die Juniorboot-Segler immer gut erkennen. Vielen, vielen Dank dafür.

Am Samstag konnten wir die geplanten 3 Regatten segeln. Es herrschten südwestliche Winde um 4 Bft, allerdings mit starken Böen, die zudem kräftig schralten. Es war nach meinem Empfinden eine sehr anstrengende Segelei. Man wird halt nicht jünger.  Aber nicht nur mir erging es so.

Schlimm traf es die Crew um den bekannten Freund unserer Klasse Verner Vestergaard. Er steuerte „zur Einführung“ sein altes Boot mit dem neuen Eigner Thorsten Schmidt und dessen Tochter Sophia. Irgendetwas muss er vergessen haben, denn in einer Bö fierte er die Großschot wohl nicht rechtzeitig. Im Ergebnis lief das Boot voll. Aber ruhig, wie Verner nun einmal ist, segelte er mit dem auf den Auftriebskörpern schwimmenden Boot unter der Fock zum Steg, wo eine Pumpe die „Sophie-Louise“ wieder in die normale Schwimmlage brachte. Verners Einführung war eben „komplett“.

Erholen konnten wir uns am Abend bei dem ausgezeichneten Buffet, das für die Teilnehmer im Meldegeld enthalten war. So manche länderübergreifende Erfahrung wurde dabei ausgetauscht. Wie üblich ein schöner Abend auf der Terrasse unseres Clubhauses.

Am Sonntag hatte der Wind dann abgeflaut und wehte dafür stetiger, natürlich mit den auf der Alster üblichen „Drehern“. So erlebten wir zum Abschluss zwei herrliche Wettfahrten.

Ein Dank gilt unserem Wettfahrtleiter Claus Dederke und seinem Team, das in gewohnt souveräner Art und Weise die Wettfahrten abwickelte. Die Start- und Wendemarken lagen richtig, und die Regatten wurden zügig abgewickelt.

Gewonnen hat die Serie wie so häufig Torben Pedersen in überlegender Manier. Segelte er im letzten Jahr noch alleine, hatte er in diesem Jahr Kim Viborg an Bord, einen erfahrenen Juniorboot-Segler, der zum ersten Mal in Hamburg war, und dem es gut gefallen hat.

Die Mannschaft lag in allen 5 Wettfahrten vorne, meist mit großem Abstand. Nur im letzten Lauf waren wir etwas näher dran.

So wird der im Clubhaus verbleibende SEASONS END-Pokal ein weiteres Mal eine Plakette mit seinem Bootsnamen erhalten, und Torben kann seine umfangreiche Trophäensammlung um einen weiteren Erinnerungsbecher ergänzen.

Den 2. Platz konnte ich mit meinem Sohn Malte erringen, ganz knapp und nur aufgrund der besseren letzten Wettfahrt vor der drittplatzierten „SVIP“ mit Benny Skøt-Rasmussen und Heine Christiansen, die den sehr alten Wanderpreis für das beste Holzboot wieder mit nach Dänemark nehmen konnten.

Im letzten Jahr konnte er nicht teilnehmen, und viele vermissten ihn – und die individuellen Rotweinflaschen. In diesem Jahr war Sven Krüger mit seiner 405 wieder am Start und stiftete für jedes Boot eine Flasche edlen Weines. Umetikettiert durch sein Büro trugen sie den jeweiligen Bootsnamen mit dem SEASONS END-Logo. Dank der Großzügigkeit von Sven konnten sich auch einige Offizielle und die Wettfahrtleitung über den edlen Tropfen freuen. Vielen Dank dafür!

SEASONS END 2018 war wieder eine gelungene Veranstaltung. Die Gemeinschaft unter den Juniorboot-Seglern ist beispielhaft. Jeder hilft jedem. Ich habe beobachtet, wie schwer sich einige andere Mannschaften beim Auf- und Abtakeln der Boote taten. Bei uns geht das alles reibungslos und sehr schnell.

Mit der Abreise der auswärtigen Teilnehmer endete SEASONS END 2018, und die dänische Gastflagge sowie der Stander unseres J-Klubbens konnten eingeholt werden.

Sehr gefreut habe ich mich über eine Mail von Benny, in der er sich für das schöne Wochenende bedankt.

Das sollte Ansporn für so manchen Unschlüssigen sein, an SEASONS END 2019 teilzunehmen., wahrscheinlich wieder Anfang September

Hartwig Sulkiewicz

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